Monatsbericht 6 / 2019

Aktualisiert: 12. Aug 2019



Liebe Investorinnen & Investoren,

liebe Interessentinnen & Interessenten,

im Berichtsmonat Juni konnten sich die Märkte trotz weiterhin enttäuschender Konjunkturdaten positiv entwickeln. So stiegen DAX und MDAX im Juni um 5,7% bzw. 3,4%, der EuroStoxx50 legte um 5,9% zu. Hintergrund waren aufkeimende Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie eine weiterhin sehr expansive Geldpolitik der internationalen Notenbanken. Der FUNDament Total Return konnte nach einem starken Monat Mai nicht Schritt halten und reduzierte sich im Juni um rund 1,6%. Neben der marktneutralen Ausrichtung waren eine unterdurchschnittliche Entwicklung einiger grosser Portfoliopositionen (wie z.B. Adler Real Estate) der Grund. Positiv entwickelte sich die Sondersituation Constantin Medien, für die ein Übernahmeangebot durch den Hauptaktionär Highlight Communications abgegeben wurde. Im Vorjahresvergleich konnte der Fonds um rund 2% zulegen.


Der Fonds bleibt bis auf weiteres auf ein Rezessionsszenario sowie deutliche steigende Volatilität ausgerichtet. Der Anstieg der IPO Aktivitäten und Kapitalmassnahmen sowie die Inversion zahlreicher Zinskurven sind typische „late-cycle“ Symptome. Bestätigt wird dies u.a. durch den Subindex „Auftragseingang“ des globalen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitenden Gewerbe, der auf ein 7-Jahrestief gesunken ist. Die Erwartungskomponente ist auf den niedrigsten Stand seit Datenerhebung abgerutscht. Auch der Luftfrachtindex von Broughton Capital zeigt im Juni eine beschleunigte Abwärtsbewegung.


Die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage im verarbeitenden Gewerbe wird durch die ersten Gewinnwarnungen der laufenden Berichtssaison bestätigt. Fuchs Petrolub hat z.B. insbesondere von einem schwachen Juni berichtet sowie die Erwartungen gedämpft, dass im 2. Halbjahr der Boden gefunden werden könnte. Stellenabbau bei Grossunternehmen wie BASF, Bayer, Volkswagen u.a. sowie vermehrte Berichte von Kostensenkungen / Investitionszurückhaltung (Osram, Fuchs Petrolub, Washtec, Bossard, Schäffler u.a.) im verarbeitenden Gewerbe sind traditionell die Vorboten einer breiteren konjunkturellen Abschwächung, die im weiteren Jahresverlauf auch den Dienstleistungssektor erfassen könnte.


Obwohl weitere Zinsmassnahmen der Zentralbanken zur Bekämpfung der sich abschwächenden Konjunktur kurzfristig Treibstoff für die Märkte darstellen können, werden die Herausforderungen der Geschäftsbanken hierdurch weiter verschärft und die Fristentransformation, die traditionell eine wichtige Einnahmequelle des Bankensektors war, ad absurdum geführt. Schätzungen zufolge wird der Anteil der deutschen Banken mit einem cost-income Ratio von >100% per Ende 2020 auf mehr als die Hälfte ansteigen. Die Zentralbankpolitik, die der Hauptfaktor für die Hausse der vergangenen 10 Jahre gewesen ist, stösst somit langsam an ihre Grenzen und wird mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert.

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