Positive Wertentwicklung im Februar, Monatsbericht 2 / 2020


Rückblick Februar 2020

- Schwache Zielmärkte (u.a. DAX: -8,4%, MDAX -9,4%)

- FUNDament Total Return: +1% im Februar, +9,2% im Vergleich zum Vorjahr

- Ausblick: Weiterhin defensive Grundausrichtung


Liebe Investorinnen & Investoren,

liebe Interessentinnen & Interessenten,


eine rückläufige Anzahl von Coronavirus-Neuerkrankungen in China führte in der ersten Februarhälfte zu einem starken Anstieg der Märkte und neuen All-Time-Highs in Europa. Die Kursgewinne wurden jedoch in der 2. Monatshälfte aufgrund zunehmender Neuerkrankungen außerhalb Chinas zunichte gemacht und führten zum stärksten Kursrückgang seit der Finanzkrise 2008. In Summe gaben der DAX 8,4% und der MDAX 9,4%. Auch die internationalen Indices büßten im Berichtszeitraum stark ein, mit einem Rückgang des EuroStoxx50 um knapp 9% und des S&P 500 um rund 10%. Der FUNDament Total Return konnte sich aufgrund seiner defensiven Grundausrichtung dem Rückgang entziehen und verbesserte sich im Februar um 1%. Im Jahresvergleich legte der Fonds um rund 9,2% zu. Im Berichtszeitraum wurde die Absicherung über Puts aufgrund der stark gestiegenen Volatilität glattgestellt. Zudem wurden einige wenig liquide Werte verkauft sowie die Absicherung über Futures leicht erhöht.


Die weitere Entwicklung an den Märkten ist derzeit durch eine weit überdurchschnittliche Unsicherheit geprägt, ablesbar an der hohen impliziten Volatilität. Gleichzeitig sehen zahlreiche institutionelle Investoren die Kursschwäche als Kaufgelegenheit: „Die wirtschaftlichen Unsicherheiten aufgrund des Coronavirus seien nur temporär…“ so die Argumentation, „… und mittelfristig würden eine noch expansivere Geld-und Fiskalpolitik den Märkte helfen“. Es werden also - wie bei jedem Kursrückgang in den vergangenen 10 Jahren - erneut niedrigere Zinsen, höhere Assetkäufe und höhere Staatsdefizite gefordert. Zu bedenken ist jedoch, dass die sehr expansive Zentralbankpolitik bereits jetzt schon zu einer „Zombifizierung der Wirtschaft“ geführt hat. Als Beispiel ist z.B. die amerikanische Shale-Industrie („Fracking“) zu nennen. Negative Cash flows, verbunden mit einer extrem hohen Verschuldung und sinkenden Ölpreisen können dem High Yield Markt einen empfindlichen Schlag versetzen. Auch das Bankensystem wurde durch die Niedrigzinspolitik geschwächt. So decken japanische Regionalbanken durch die Zinsmarge im Neugeschäft nicht ihre operativen Kosten (vor Risikovorsorge) und konnten ihre Profitabilität nur durch Spekulation an den internationalen Kreditmärkten schönen. Beide Beispiel zeigen, wie anfällig das internationale Finanzsystem geworden ist. Inwieweit ein externer Schock problemlos weggesteckt werden kann, wie ein renommierter Chefvolkswirt einer deutschen Privatbank („Schlagloch auf dem Weg nach oben“) kürzlich anmerkte, ist nach unserem Verständnis mit einem großen Fragezeichen zu versehen.


Der FUNDament Total Return bleibt entsprechend unverändert vorsichtig positioniert und geht lediglich sehr opportunistisch Neuengagements ein, mit einem klaren Fokus auf Sondersituationen.

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