Monatsbericht 9 / 2019


Rückblick September 2019

- Feste Zielmärkte (u.a. DAX: +4%, MDAX +2%)

- FUNDament Total Return: -0,2% im September, +2% im Vergleich zum Vorjahr

- Ausblick: Weiterhin defensive Grundausrichtung aufgrund zunehmender konjunktureller Risiken


Liebe Investorinnen & Investoren,

liebe Interessentinnen & Interessenten,


im Berichtsmonat September konnten insbesondere Big Caps von der monetären Lockerung der FED und EZB, verbunden mit leichten Entspannungssignalen im Handelskonflikt profitieren. Der DAX legt um rund 4% zu, mittelständische Unternehmen konnten um rund 2% zulegen. Die internationalen Märkten zeigten sich ebenfalls freundlich mit einem Anstieg des Euro Stoxx um 4%. Aufgrund der marktneutralen Ausrichtung des Fonds verringerte sich der Fondspreis leicht um 0,2%. Im Jahresvergleich konnte per Ende September ein Anstieg von knapp 2% verbucht werden. Hinzugekauft wurde im Berichtszeitraum die Aktie von Westwing. Die Gesellschaft wurde in 2018 zu einem Preis von 26 Euro an die Börse gebracht. Seitdem sorgten eine enttäuschende operative Entwicklung in Verbindung mit einem kontinuierlichen Abverkauf des Inkubators und Großaktionärs Rocket Internet für einen Kursrutsch von mehr als 90%. Zum Monatsultimo war Westwing mit rund 45 Mio. Euro an der Börse bewertet, verglichen mit einer Nettoliquidität von knapp 80 Mio. Euro. Geht man davon aus, dass die Gesellschaft, auch bedingt durch im Jahresverlauf eingeleitete Optimierungsmaßnahmen, ab Q4-2019 profitabel arbeitet sowie ab 2021 ein positiver Free Cash Flow generiert wird, so bekommt man ein schnell wachsendes Franchise mit etablierter Markte nach Abzug der Nettoliquidität „quasi geschenkt“. Reduziert wurde die Position von Sunrise Communications aus der Schweiz. Unser Szenario, dass der wertvernichtende Zusammenschluss mit UPC nicht zustande kommt, wurde im Monatsverlauf zunehmend wahrscheinlich. Der damit einhergehende steigende Kurs wurde zum Abbau der Position genutzt.


Die Märkte werden auch im weiteren Jahresverlauf unverändert von hoher Unsicherheit geprägt sein. Die wirtschaftliche Schwäche wird aller Voraussicht nach zu weiter sinkenden Gewinnschätzungen für 2019 und 2020 insbesondere an den Europäischen Aktienmärkten führen. Es ist zudem davon auszugehen, dass die aktuelle Berichtssaison erneut durch zahlreiche Gewinnwarnungen geprägt sein wird. Es bleibt zudem abzuwarten, ob die erwartete aggressive Lockerung der Geldpolitik durch die FED vor dem Hintergrund einer voraussichtlich weiter steigenden Kerninflation tatsächlich den erhofften Rückenwind für die Märkte liefert. Eine offensive Portfolioausrichtung erscheint in diesem Spannungsfeld unverändert nicht angebracht.

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