Monatsbericht 8 / 2021



Rückblick August 2021

- Freundliche Zielmärkte (u.a. DAX +1,9% / MDAX: +2,3%)

- FUNDament Total Return: +0,3% im August

- Ausblick: Stagflationsrisiko nimmt zu

- FUNDament Total Return von der Zeitschrift „WirtschaftsWoche“ für 3-Jahresperformance ausgezeichnet


Liebe Investorinnen & Investoren,

liebe Interessentinnen & Interessenten,


die Aktienmärkte konnten sich im Berichtszeitraum weiter verbessern. Trotz anhaltendem Stress in den globalen Lieferketten und Inflationssorgen wiederholen die globalen Notenbanken ihr Mantra einer nur vorübergehend höheren Inflation. Die somit zunächst unveränderte Aussicht auf eine expansive Geldpolitik verhalf dem DAX zu einem Anstieg von rund 1,9%, der MDAX verbesserte sich um 2,3%. Auch die internationalen Aktienmärkte konnten zulegen. Der FUNDament Total Return erzielte im Berichtszeitraum eine Performance von rund 0,3%. Die hohe Absicherung belastete den Fondspreis mit rund 1,7%. Der FUNDament Total Return weist zum Monatsultimo eine Netto-Aktienquote nach Sondersituationen von lediglich 19% auf.


Positive Renditebeiträge lieferten Schaltbau Holding, für die ein Übernahmeangebot von Carlyle vorgelegt wurde, sowie Apontis Pharma aufgrund erfreulicher Quartalszahlen. Abgebaut wurden einige Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe sowie Adva Optical. Hauptgrund ist unsere Annahme, dass steigende Kosten sowie Herausforderungen in der Lieferkette das Risiko von Gewinnwarnungen erhöhen, zumindest aber zu einer deutlich schwächeren operativen Entwicklung im 2. Halbjahr führen. Seit Jahresanfang legte der Fondspreis um rund 8% zu - bei einer Volatilität von lediglich 6%. Das reine Aktienportfolio konnte im Berichtszeitraum um knapp 26% vor Kosten zulegen, trotz einiger Sondersituationen, die naturgemäß eine sehr stetige Entwicklung aufweisen. Der Aktienanteil konnte sich somit wesentlich besser entwickeln als die herkömmlichen deutschen Aktienindizes (DAX, MDAX, SDAX, TecDAX). Die erfreuliche risikoadjustierte Rendite seit Fondsauflage überzeugte auch die Zeitschrift „WirtschaftsWoche“. In der Kategorie „Flexible Mischfonds“ konnte der Fonds Platz 1 über die letzten 3 Jahre erreiche Maßgebliche Faktoren waren hierbei Performance, Volatilität und Max Drawdown. Der Fonds konnte in sämtlichen Faktoren besser abschneiden als der zweitplatzierte Fonds.

Die jüngsten Entwicklungen bestätigen weitgehend unsere bisherigen Annahmen. China hat ein massives Umverteilungsprogramm angekündigt, um die hohe Ungleichheit im Land zu bekämpfen. Dies wirkt für sich genommen inflationär, da ärmere Schichten ab einem bestimmten Einkommensniveau zunehmend konsumieren und die Nachfrage nach Rohstoffen steigt. Die Entwicklung ist mit einer sogenannten S-Kurve vergleichbar. Neben dem Kampf gegen Ungleichheit wirken unverändert stark steigende Energiepreise, Herausforderungen in der Lieferkette sowie die rückläufige Bedeutung von China als Exporteur von Deflation preissteigernd. Es scheint vor diesem Hintergrund nicht unwahrscheinlich, dass sich Arbeitnehmervertreter zunehmend organisieren und höhere Lohnforderungen stellen werden. An sich keine zu verurteilende Entwicklung, für die Zentralbanken jedoch ein Alptraum-Szenario. Kurz- und mittelfristig kristallisieren sich zwei Risikofaktoren für die Kapitalmärkte heraus: (1) Die Gefahr einer stagflationären Entwicklung, da Unternehmen trotz nach wie vor hoher gesamtwirtschaftlicher Nachfrage ihren Auftragsbestand nicht abarbeiten können und zudem von höheren Inputkosten betroffen sind, und (2) sich verschärfende Probleme im chinesischen Immobiliensektor mit möglichen Ansteckungseffekten auf das inländische Finanzsystem, welche sich auch auf die globale Liquidität an den Finanzmärkten auswirken könnten.

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