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Monatsbericht 12 / 2022


Rückblick 2022

- Schwache Zielmärkte (u.a. DAX: -12% / MDAX: -28% in 2022)

- FUNDament Total Return: +12% in 2022

- Ausblick 2023: China als Inflationstreiber


Liebe Investorinnen & Investoren,

liebe Interessentinnen & Interessenten,


der FUNDament Total Return hat das Jahr 2022 trotz eines verhaltenen Q4 (-4,3%%, Dez: -0,8%) mit einem Anstieg i.H.v. knapp 12% abgeschlossen. Dies vergleicht sich mit einem Rückgang im DAX und MDAX i.H.v. rund -12% bzw. -28%. Die jährliche Zielrendite des Fonds von 5-10% konnte somit übertroffen werden. Seit Auflage des Fonds im Januar 2018 betrug die Wertsteigerung per Ende 2022 rund 67% (+10,88% p.a.) und war somit besser als die gängigen europäischen Indizes, sowohl mit Blick auf Performance, Volatilität und MaxDrawdown. Die höchsten Renditebeiträge im Jahr 2022 im Aktienportfolio lieferten das Düngemittelunternehmen K+S (+2,57%) und der norwegische Konzern Aker BP (+2,04%). Negativ trugen insbesondere Gazprom (-1,02%, wurden im Februar 2022 veräußert) und Apontis Pharma (-1,08%) bei.

Die derzeitige Erholung des Marktes wurde getrieben durch rückläufige Inflationsraten im Zuge einer wirtschaftlichen Abschwächung. Diese führten zu rückläufigen Renditen für 10-jährige Staatsanleihen und der Markterwartung, dass die Zentralbanken in H2/23 die Zinsen senken werden. Gleichzeitig sind die Gewinnschätzungen auf einem unverändert hohen Niveau. Es zeigt sich, dass der Kapitalmarkt eine Rückkehr zum Goldilocks Szenario einpreist, welches bereits in den vergangenen 15 Jahren (vor der Pandemie) die Kapitalmärkte nach oben bewegt hat. Dies hat auch dazu geführt, dass sich rohstofflastige Aktien − insbesondere aus dem Energiesektor, die häufig als Inflationshedge gesehen werden − seit einigen Monaten unterdurchschnittlich entwickeln. Hier ist auch die Ursache für die zuletzt verhaltende Entwicklung des Fondspreises zu sehen (negative Beiträge der Absicherung, die nicht durch das Aktienportfolio kompensiert werden konnten).

Wir teilen die derzeitig vorherrschende Marktmeinung nicht. Unseres Erachtens haben die verschärften Lockdowns in China dazu geführt, dass ein erheblicher Teil der globalen Nachfrage weggebrochen ist. Das wird u.a. daran sichtbar, dass die Geldvermögen der chinesischen Haushalte im Jahr 2022 sehr deutlich angestiegen sind. Das abrupte Ende von Null-Covid sowie begleitende konjunkturelle Maßnahmen der chinesischen Geld- und Fiskalpolitik werden unseres Erachtens dazu führen, dass China das globale Wachstum antreiben wird, was in einer boomenden Wirtschaft im asiatischen Wirtschaftsraum resultieren sollte. Dies dürfte eine Trendumkehr bei den globalen Rohstoff- und Energiepreisen herbeiführen. Die europäische Wirtschaft würde hiervon – über die Folgen der ausufernden staatlichen Konjunkturprogramme hinaus – profitieren. Gleichzeitig ist aber bereits jetzt der Arbeitsmarkt angespannt. Wir erwarten entsprechend, dass die 2. Inflationswelle eine Lohn-Preisspirale in Gang setzen wird.

Folgt man diesem Szenario, dürften sich die Aktienmärkte in den Industrieländern eher verhalten entwickeln. Gleichzeitig bieten sich attraktive Investitionsmöglichkeiten in Branchen, die von steigenden Preisen aufgrund jahrelanger Unterinvestition profitieren, wie z.B. Rohstoffe und ausgewählte Segmente in der Schifffahrt. Der FUNDament Total Return legt entsprechend seinen Fokus derzeit auf Rohstoffunternehmen (z.B. Glencore, K+S), Unternehmen aus den Segmenten Tanker/Bulker (z.B. Okeanis, 2020 Bulkers), Touristik (z.B. Fraport, Dufry) sowie ausgewählte Sondersituationen (z.B. Global Fashion Group). Die Netto-Aktienquote oszilliert unverändert um die Nullllinie.

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