Erfreulicher Jahresauftakt, Monatsbericht 1 / 2020


Rückblick Januar 2020

- Schwache Zielmärkte (u.a. DAX: -2,0%, MDAX -1,2%)

- FUNDament Total Return: +2,55% im Januar, +8,19% im Vergleich zum Vorjahr

- Ausblick: Weiterhin defensive Grundausrichtung


Liebe Investorinnen & Investoren,

liebe Interessentinnen & Interessenten,


die Märkte im Januar konnten die liquiditätsgetriebene Aufwärtsbewegung der letzten Monate nicht fortsetzen. Ursächlich war in erster Linie die stark zunehmende Anzahl von Coronavirus-Erkrankungen und der daraus resultierenden verlängerten Werksferien chinesischer Unternehmen / Fabriken. Die Sorge ist, dass China als wichtiger Bestandteil der globalen Wertschöpfung ausfällt, was in zahlreichen Bereichen des Verarbeitenden Gewerbes zu vermehrten Produktionsausfällen führen könnte. Die zunehmenden Risiken für das globale Wachstum führten in Summe zu einem DAX-Rückgang um 2%, der MDAX gab um rund 1% nach. Auch die internationalen Indizes mussten einen Rücksetzer hinnehmen. Der FUNDament Total Return verbesserte sich im Januar um 2,55% bzw. um 8,19% im Jahresvergleich bei weiterhin niedriger Volatilität und Max Drawdown. Neben dem Aktienbuch hat im abgelaufenen Monat auch die Absicherung positiv zur Performance beigetragen.


Positiv entwickelte sich im Berichtszeitraum die Sondersituation QSC. Die Position wurde gegen Ende 2019 zu Tiefstständen aufgebaut. Neben einer klaren Fokussierung auf das wachstumsträchtige IoT / Cloud / SAP Geschäft dürfte die Aktie von mehreren Sonderfaktoren profitieren: zum einen gehen wir davon aus, dass im laufenden Jahr nicht betriebsnotwendiges Vermögen (Immobilie in Bestlage von Hamburg) veräussert wird. Und ein Verkauf des profitablen Colocation-Geschäfts könnte im kommenden Jahr vollzogen werden. Die zu erwartenden Verkaufserlöse sowie die aktuelle Nettoliquidität decken bereits die Marktkapitalisierung von QSC nahezu vollständig ab. Das Kerngeschäft mit jährlichen Wachstumsraten von >10% sowie steigender Profitabilität kommt man quasi "umsonst". Zudem sichert der hohe Verlustvortrag die Zahlung des Mindeststeuersatzes auf Jahre hinaus ab.


Gegen Ende Januar hat der Fonds die Absicherung weiter erhöht. Das Portfolio wurde über Optionen, die z.T. weit „aus dem Geld“ sind, gegen etwaige Turbulenzen im Zuge einer mögliche Ausweitung des Coronavirus abgesichert. Hierzu ist es wichtig zu bedenken, dass Wirtschaftsteilnehmer die Auswirkungen der Pandemie nicht vollständig abschätzen können. Bekannt ist, dass die Ansteckungsrate z.B. höher ist als bei SARS, die Sterblichkeitsrate vermutlich niedriger. Nichtsdestotrotz sind „vollständig informierte Entscheidungen“ häufig nicht möglich, da die Datenbasis nicht vorliegt oder das wissenschaftliche Verständnis fehlt. Die gefühlte Gefahrenlage kann entsprechend zu Vorsichtsmaßnahmen (Schließung von Fabriken, Einstellen von Flügen) führen, die das Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen („better safe than sorry“). Die Unterbrechung der globalen Wertschöpfung kann diesen Trend zu niedrigerem Wachstum beschleunigen. Schwächere Kapitalmärkte wären die Folge, deren Rückgang durch eine vorsichtigere Asset Allokation quantitativer Investoren, die derzeit überwiegend ein historisch hohes Beta fahren, beschleunigt werde könnte.


Unabhängig von den realwirtschaftlichen Gefahren des Coronavirus sind wir unverändert der Meinung, dass die globalen Überkapazitäten im Verarbeitenden Gewerbe, welche durch die expansive Geldpolitik herbeigeführt und zementiert wurden, nachhaltig zu sinkenden Gewinnmargen führen werden.

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